Arbeit 256 Gleichmuetig sein du kannst canva

Nr. 256 / Gleichmütig sein du kannst / 36×48 cm / 2026 / Acryl auf Acrylpapier mit Leinenstruktur.

Die Arbeit „Gleichmütig sein du kannst“ entfaltet sich als stille Übung im inneren Tun. Sie erzählt nicht vom spektakulären Ereignis, sondern von der Würde des Notwendigen.

Von jenen Handlungen, die getan werden müssen, unabhängig von Lust, Widerstand oder Erwartung – und die im Gleichmut ihre eigentliche Freiheit finden.

Zwei weiße Flächen durchziehen die Arbeit wie ruhige Körper in Bewegung. Sie stehen für Arbeit im buddhistischen Sinn: nicht als Last, sondern als Praxis. Diese weißen Formen sind nicht starr, sondern unterwegs.

Ihr Ziel ist ein weißer Horizont, ein Zustand, der weniger als Endpunkt denn als innere Ausrichtung erscheint. Das Weiß ist hier auch die Gelassenheit selbst: nicht leer, sondern tragend, nicht abwesend, sondern ordnend.

Die Komposition lebt von Durchlässigkeit. Die Elemente im Weiß öffnen Durchlässe, Fenster des Denkens, durch die der Hintergrund sichtbar bleibt. Diese Durchlässe markieren die kognitive Ebene: bewusste Entscheidungen, Abwägungen, das schlichte Wissen darum, was zu tun ist. Sie sind weder dramatisch noch dekorativ, sondern funktional – wie Gedanken, die nicht kreisen, sondern tragen.

Im Hintergrund breitet sich eine vielschichtige Farbwelt aus. Warme Gold- und Orangetöne schwingen mit, durchzogen von kühleren Blauflächen und spannungsreichen Überlagerungen.

Diese Farben gehören der Gefühlsebene. Sie erzählen von innerer Bewegung, von Unruhe, von Energie und Widerstand, aber auch von Wärme und Zuversicht. Nichts davon wird verdrängt. Die Arbeit erlaubt den Gefühlen zu existieren, ohne ihnen die Führung zu überlassen.

So entsteht ein feines Gleichgewicht: Die Farben fühlen, die Elemente denken, das Weiß hält.

Gleichmut erscheint nicht als Abwesenheit von Emotion, sondern als souveräne Koexistenz. Die Arbeit zeigt, dass Gelassenheit kein Zustand ist, den man erreicht, sondern eine Haltung, die man übt – Schritt für Schritt, Aufgabe für Aufgabe, in Richtung eines Horizonts, der vielleicht nie ganz erreicht wird und gerade deshalb Orientierung gibt.

Kulturelle Kontextualisierung

In einer Aufmerksamkeitsökonomie, die permanent Erregung belohnt, ist Gleichmut der radikalste Akt des Widerstands. „Gleichmütig sein du kannst“ erinnert daran, dass die stillen, notwendigen Handlungen des Lebens keine Bühne brauchen, um Würde zu haben. Wer aufhört, Bedeutung an Sichtbarkeit zu knüpfen, gewinnt eine innere Freiheit zurück, die kein Algorithmus geben und kein Shitstorm nehmen kann.

Politische Kontextualisierung

Politik lebt heute von der permanenten Aufgeregtheit: Empörung als Strategie, Panik als Programm, Reaktion als Regieren. „Gleichmütig sein du kannst“ stellt diesem Muster eine unbequeme Frage entgegen: Was wäre, wenn Führung nicht im lauten Reagieren läge, sondern im stillen, beharrlichen Tun des Notwendigen? Gleichmut ist keine Schwäche, sondern die vielleicht gefährlichste Form politischer Stärke, weil sie sich weder kaufen noch erschüttern lässt.

Ab dem 28.05.2026 ist diese Arbeit in einer exklusiven Ausstellung der Galerie Jaeschke, in den Räumen der Industrie und Handelskammer Lüneburg-Wolfsburg, zu sehen.

Adresse der Ausstellung: Porschestraße 32, 38440 Wolfsburg

Bei Interesse zum Erwerb der Arbeit nehmen Sie bitte direkt mit der Galerie Jaeschke Kontakt auf.

Ansprechpartner sind Jana Jaeschke und Sabrina Pannier.

Galerie Jaeschke GmbH
Schuhstraße 42
38100 Braunschweig

Tel: (0531)24312-0
E-Mail: mail@galerie-jaeschke.de

Arbeit 256 gleichmuetigseindukannst
Meine Originale werden in einem selbstentwickelten Acrylglasssandwich gerahmt
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