„Meine Kunst ist für mich der Weg, um meinem Leben näher zu kommen. Vielleicht sogar, um zu ihm zurückzukehren.“

Diese Seite ist der Ort, an dem dieser Weg sichtbar wird.

Ich male Bilder, die sich anfühlen wie ein Blick ins Innere. Ungeschliffen, ehrlich, zerbrechlich. Bilder, die große Fragen stellen, ohne auf schnelle Antworten zu drängen. Sie lassen Erinnerungen aufsteigen, zeigen, wer wir sind und wie wir uns verändern. Nicht als Geschichte, sondern als Raum für Gefühle.

Meine Bildsprache bewegt sich zwischen abstrakten Formen und erkennbaren Figuren, zwischen surrealer Dynamik und stiller Tiefe. Sie folgt keiner Schule und keiner Formel. Sie folgt dem, was sich zeigen will.

 

 

Was Sie hier erwartet

Diese digitale Ausstellung versammelt Werke aus meiner Lebensreise als Künstler. Ich lade Sie ein, langsam zu schauen, hinzuspüren und das zu entdecken, was in Ihnen antwortet.

Alle Originale werden von mir persönlich ausgeliefert und kommen in meinem eigens entworfenen Acrylglassandwich gerahmt. Zu ausgewählten Arbeiten sind zudem hochwertige Kunstdrucke erhältlich. Details zum Lieferumfang finden Sie hier.

Für Kaufanfragen, Fragen, Feedback, Ausstellungsanfragen und mutige Galerien stehe ich jederzeit offen.

„Was ich an den Arbeiten von Benno liebe: Sie wirken wie ein Gespräch mit einem weisen Freund. Klar, manchmal auch unbequem, aber immer ehrlich und tief.“

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Nr. 279 / Identität ist der Boden, auf dem Hoffnung tanzt / 50x65 cm
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Nr. 263 / Orgelspieler / 36x48 cm
Arbeit-265-weißfelder1
Nr. 265 / Weißfelder 1 / 60x55cm
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Nr. 270 / Sophie 2026 / 65x50 cm

Meine Position

Ich bin ein zeitgenössische Maler, der versucht das Weiß zu rehabilitieren.

Wo die jüngere Kunstgeschichte das Weiß lange als Leere, Reduktion oder Verstummen verstanden hat, versuche ich die Bedeutung umzukehren.

In meinen Arbeiten ist Weiß kein Rückzug, sondern ein aktiver Ort. Es trägt drei Werte gleichzeitig, die in meinem Werk untrennbar miteinander verschränkt sind: Gelassenheit, Freiheit und Identität.

Diese Umkehrung ist nicht dekorativ, sondern programmatisch. Sie ist meine künstlerische These, die meine drei Kernwerkreihen zusammenhält und sie von der zeitgenössischen Malerei abzugrenzen versucht, mit der sie auf den ersten Blick verwandt scheinen.

Die drei Säulen, auf denen diese Position ruht

Meine eigene visuelle Grammatik.

Ich versuche ein geschlossenes Vokabular zu entwickeln, das vielleicht in der Gegenwartskunst eher selten geworden ist.

Die emotionale Dimension liegt in meinen farbigen Hintergründen. Die kognitive Dimension liegt in den feinen Tintenlinien, in denen das technische Erbe meiner Familie väterlicher seits sichtbar wird. Die existenzielle Dimension liegt im Weiß, in denen das künstlerische Erbe meiner Familie mütterlicher seits sichtbar wird.

Die Durchlässe verbinden alle drei. Sie sind keine Lücken, sondern bewusste Öffnungen, durch die das Emotionale unter der Souveränität sichtbar bleibt. Ich versuche konsistent in einer durchgängigen Symbolsprache zu arbeiten, die über Jahre und über Werkreihen hinweg trägt.

Sieben Generationen als künstlerisches Material.

Meine Herkunft aus einer Tessiner Kirchenmaler Familie Ferrari ist mehr als Biografie. Sie wird in Arbeiten wie Nr. 274 „Im Leben der Möglichkeiten“ zum Bildmaterial selbst, indem sich der konstruktive, technische Strich der Vorfahren väterlicherseits mit der malerischen, bunten, kreativen Seite mütterlicherseits zu einer Geste verbindet.

Das ist eine Position, mit der ich meinem Werk Tiefe verleihen möchte; nicht durch eine zitierte Tradition, sondern durch verkörperte.

Eine philosophische These zur Gelassenheit.

Ich versuche einen Begriff von Gelassenheit zu entwickeln, der dem alltagssprachlichen widerspricht und ihn präzisiert.

Gelassenheit ist bei mir nicht Rückzug, nicht Vermeidung, nicht Distanz. Sie ist aktive Durchquerung. Ein Sturm wird nicht gemieden, sondern attraktiv, weil ich ihm mit innerer Souveränität begegne. Diese These versucht anschlussfähig zu sein an gegenwärtige Diskurse über Resilienz, innere Sicherheit und Selbstführung, ohne in deren Vokabular zu verfallen.

Das künstlerische Versprechen an den Betrachter

Meine Arbeiten versprechen einen Raum, in dem große Fragen Platz haben, ohne dass schnelle Antworten verlangt werden. Sie sind wie ein Gespräch mit einem weisen Freund. Klar, manchmal unbequem, immer ehrlich. Sie laden zum Innehalten ein, ohne zu belehren. Sie zeigen Bewegung, ohne sie zu erklären. Sie geben Identität einen Ort, ohne sie zu fixieren.

Mit diesem Versprechen positioniere ich mich zwischen zwei Polen, die einen großen Teil der zeitgenössischen Malerei dominieren. Auf der einen Seite die rein konzeptuelle Arbeit, die ohne Erläuterung nicht funktioniert. Auf der anderen Seite die rein dekorative Abstraktion, die nichts behauptet. Meine Arbeiten behaupten etwas, sind aber zugleich offen genug, um den Betrachter nicht zu überfahren.

Meine klare Abgrenzung

Es ist mir wichtig zu benennen, was meine Position nicht ist, denn dies schärft sie zusätzlich. Ich arbeite nicht in der Tradition des abstrakten Expressionismus, dessen Geste Selbstausdruck behauptet. Ich arbeite nicht in der Logik der Arte Povera, deren Material die Botschaft trägt. Ich arbeite nicht in der minimalistischen Reduktion, deren Weiß Verstummen meint. Meine Position liegt anderswo. Sie ist eine eigene Reflexionsmalerei, die existenzielle Themen mit einem klaren Symbolvokabular verhandelt und dabei eine eigene philosophische Grundlage entwickelt.

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