Nr. 261 / FreiHand / 36×48 cm / 2026 / Acryl auf Acrylpapier mit Leinenstruktur. #Gelassenheiten und Freiheit
Mit dieser Arbeit begegnest du keiner Geste des Zugreifens, sondern einer Haltung.
Die Hand steht offen im Bildraum, wie ein stilles Siegel, das sagt: Ich bin da. Und ich bleibe ruhig.
Für mich ist FreiHand die leise Form von Freiheit: nicht die dramatische Flucht, sondern das souveräne Recht, nicht in jeden Impuls einzusteigen.
Ich baue die Hand über präzise gesetzte Durchlässe auf, wie ausgesparte Körperteile, die den Hintergrund sprechen lassen.
In diesen Öffnungen glimmt Orange als kreative Energie, als Lebendigkeit, als inneres Feuer, das nicht lodert, sondern trägt. Dazwischen liegt Grün: Hoffnung und Zuversicht, eine Farbe wie ein Atemzug nach einem langen Satz.
Beide Töne wirken nicht dekorativ, sondern wie Erinnerungsschichten, die an der Oberfläche durchscheinen und dem Zeichen seine menschliche Wärme geben.
Der Hintergrund ist dabei die eigentliche Bühne der Gelassenheit. Das Weiß ist kein „Nichts“, sondern eine bewusste Übermalung: du siehst Pinselrichtungen, Reibungen, zarte Roséspuren, kleine Verletzungen und Beruhigungen.
Es ist, als hätte ich eine dünne Decke aus Stille über ein bewegtes Innenleben gelegt – nicht um es zu verstecken, sondern um es zu rahmen.
So wird die Arbeit zu einer Art innerer Architektur: oben die weit geöffneten Finger wie Möglichkeiten, unten der feste Unterarm wie ein tragendes Fundament.
Vielleicht nimmst du sie als Stoppschild wahr, vielleicht als Einladung. Für mich ist sie beides – ein sanftes „Genug“ und ein klares „Ich entscheide“.