Nr. 262 / 3 Albatrosse / 60×80 cm / 2026 / Acryl auf Sperrholz. #Gelassenheiten und Freiheit
In der Arbeit „3 Albatrosse“ aus der Werkreihe „Gelassenheiten und Freiheit“ liegt eine stille Souveränität über einem aufgewühlten Grund.
Drei weiße Flächen, zwei davon berühren sich, schneiden als klare, fast architektonische Bahnen durch das Bild; die 3 Albatrosse. Das Weiß erscheint hier nicht dekorativ, sondern wie konzentrierte Körperlichkeit: Gelassenheit als lebende Substanz, die sich behauptet, ohne zu kämpfen.
Im Weiß sind feine Brüche und Faltungen sichtbar. Sie lassen an Segeltuch denken – stabil, aber lebendig.
Der Hintergrund leuchtet in Orange, durchsetzt von dunklen Blauzonen, erdigen Schatten und grellen Grün-Gelb-Schüben. Linien, Kratzer und Schraffuren kreuzen sich in mehreren Richtungen.
Auf der Gefühlsebene entsteht so der Eindruck eines stürmischen, unvorhersehbaren Lebensraums, in dem sich alles ständig neu ordnet.
Die Komposition lebt vom Spannungsverhältnis zwischen den ruhigen „Körpern“ der Albatrosse und dem nervösen Geflecht dahinter.
Umso bedeutender werden die Elemente in Weiß, an denen der Hintergrund sichtbar bleibt: Fenster der Kognition. Diese Einschnitte wirken wie Momente, in denen der Geist nicht glättet, sondern Muster liest und Richtung gewinnt.
So werden die drei Albatrosse zu Denkfiguren: nicht Flucht vor dem Chaos, sondern kontrolliertes Kreisen darüber.
„Wenn ich meditiere fühlt es sich an, als sei ich ein Albatros.“ Die Arbeit gibt diesem Satz eine Form: nicht Schweben als Träumerei, sondern als Haltung. Freiheit beginnt dort, wo Gelassenheit die Richtung hält.